November 8

Denn nicht nur Roger Federer…

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“​Vergiss nie, dass Du absolut einzigartig bist. ​
So wie jeder andere auch​.”

Margaret Mead

Haben Sie schon mal so einen dumpf pochenden Schmerz im unteren Rücken gehabt?

Falls ja, dann sind Sie damit nicht allein.

Wir alle wissen es: auch Roger Federer musste wegen Rückenschmerzen schon mehr als einmal an einem Turnier den Rückzug blasen.  

Der Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO und auch die sechste European Working Conditions Survey EWCS (2015) mit der neuesten Befragung der arbeitenden Bevölkerung sprechen eine deutliche Sprache: jeder dritte Erwachsene im Berufsleben leidet an Rückenschmerzen. Und muskuloskelettale Krankheiten (oder Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats) – das ist neudeutsch und steht u.a. für  Rückenschmerzen, Schulter- und Nackenschmerzen und Kopfschmerzen – sind quasi bei jedem dritten Mitarbeiter präsent.  ​Und in​ Zahnarztpraxen noch viel höher.

Damit liegt die Schweiz unter dem europäischen Durchschnitt und damit in ähnlichen Grössenordnungen wie ihre Nachbarländer Deutschland, Österreich und Italien.  
    
Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen und Kopfschmerzen sind bei  quasi jedem dritten Mitarbeiter präsent! Und leider muss man feststellen, dass  allgemein der physische Stress und die körperliche Belastung in der Schweiz zunimmt, bei den Belastungen von Hand und Armen sogar um zwanzig Prozent!​

​In Zahnarztpraxen ​sind Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats mit um die 90% weitaus häufiger​ 

Will man die Schweizer Arbeitskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhalten, dann muss wirklich etwas geschehen. Man stelle sich einfach mal eine Abteilung mit 30 Mitarbeitern vor: 10 davon sind beeinträchtigt wegen Bewegungsschmerzen! Am häufigsten dabei tatsächlich Rückenschmerzen. Und bei den anderen 20 Mitarbeitern liegt damit eine grössere die Arbeitslast, die dann irgendwann auch nochmal zu Überlastung führt. Bis Massnahmen anlaufen und dann auch greifen, dauert es in der Regel ein paar Jahre.

Die Initiative liegt somit doch wieder in der Hand von Ihnen! 
    
Wenn wir auf die Bevölkerung insgesamt schauen, so lässt uns das Bundesamt für Gesundheit BAG wissen, sieht es ‘besser’ aus. "Nur" jeder vierte Erwachsene in der Schweiz leidet an Rückenschmerzen.

Aber immerhin ist dass ist ein Viertel aller Einwohner! Teilweise sind sie so angeschlagen, dass sie nicht einmal die banalen Tätigkeiten ihres Alltags ohne Schmerzen erledigen können!

RÜCKENSCHMERZEN – eine der häufigsten berufsbedingten Erkrankungen.

Wussten Sie, dass Rückenschmerzen eine der häufigsten berufsbedingten Erkrankungen ist? 

Ungeachtet dessen ist es vielen Mitarbeitern unangenehm, zuzugeben, dass sie Rückenschmerzen haben. Es ist die Angst, die sie davon abhält, ihre Sorgen über Rückenschmerzen am Arbeitsplatz mitzuteilen:
    
Gemäß einer in England durchgeführten Studie, sind die größten Herausforderungen für Schmerzpatienten im Arbeitsleben:

  • die Angst davor, nicht ernst genommen zu werden, wenn sie ihre Sorgen betreffend Rückenschmerzen ihren Arbeitskollegen oder Vorgesetzten darlegen.
  • die eigene Beunruhigung über ihre Produktivität und und die eigenen Ängste, ob sie denn auch in Zukunft noch arbeiten können. 
  • die Angst davor, wieder aufflammenden Rückenschmerzen bei der Arbeit nicht bewältigen zu können
  • Bedenken wegen Medikamenteneinnahme
  • die Angst vor Konsequenzen, wenn man aus Schmerzgründen zu spät an die Arbeit kommt oder sich krankmelden muss.

 

RÜCKENSCHMERZEN KOSTEN PRODUKTIVITÄT    

Häufige arbeitsbedingte Beeinträchtigungen wie Rückenschmerzen und Kopfschmerzen kosten die Arbeitgeber jedes Jahr Milliarden von Schweizer Franken, aber auch Euro, Dollar, Pfund. Sie lassen Angestellte zu spät zur Arbeit kommen, weniger Arbeit erledigen, oder sich Tag für Tag krankmelden. Die American Productivity Audit Gesellschaft erhebt für die USA die Daten, um den Einfluss dieser arbeitsbedingten Beeinträchtigungen auf die Produktivität der Mitarbeiter zu bestimmen. Dem Autor liegen die Daten der  vierten, fünften und sechsten European Working Conditions Survey vor (EWCS 2005, 2010 und 2015). 

Daraus lassen sich folgende Trends ableiten: die zwei größten Bewegungsprobleme am Arbeitsplatz sind die muskuloskelettalen Probleme Rückenschmerzen und Muskelschmerzen.

Die Situation hat sich leider in den vergangenen 15 Jahren nicht verbessert sondern die Inzidenzen sind auch in der 6. EWCS wieder höher ausgefallen.

 

TIPPS FÜR DEN UMGANG MIT RÜCKENSCHMERZEN

Rückenschmerzen passieren täglich – und viele Menschen haben sie. Der wirkliche Grund für diesen Zustand ist schwierig herauszufinden, Aber es gibt einige Tipps zur Prävention und Linderung. 

Das gute ist: Rückenschmerzen können behandelt werden, ohne dass man Unsummen Geld ausgibt, ohne dass man massenhaft Medikamente schluckt oder Stunden in Behandlungen verbringt.

Um dem Wiederaufflammen von Rückenschmerzen vorzubeugen, hilft eine ergonomische Beratung. Ihr Bürostuhl sollte genügend gepolstert sein, höhenverstellbar sein, und Ihren Körper insgesamt gut unterstützen. Bewegen Sie sich immer wieder - wenn Sie z.B. einen Bürojob haben, dann stellen Sie den Drucker in ein anderes Zimmer, damit Sie aufstehen müssen. Manche Arbeiten kann man auch sehr gut stehend erledigen. Eine kleine Kiste könnten Sie in der Nähe stehen haben und so Ihren Schreibtisch ganz einfach in ein Stehpult umfunktionieren.  Krumm dasitzen ist nicht so schlimm, wenn Sie sich auch wieder anders hinsetzen. Problematisch ist eher, dass Sie gewohnheitsmässig nur eine Variante und die quasi 100% der Zeit tun. 
DAS wäre dann sozusagen ‘steif’.

 

FLEXIBILITÄT 

Flexibilität ist das A und O. Fahren oder lange im Auto sitzen kann jedenfalls Ihre Rückenschmerzen zum Wiederaufflammen bringen. Um dem vorzubeugen, stellen Sie ihren Sitz am besten so ein, dass Sie sich nicht strecken oder krümmen müssen, um die Fußpedale oder das Lenkrad zu erreichen.

Haben Sie einen hohen BMI? Übergewicht? Ein paar Pfunde verlieren könnte Ihnen gut tun, der Rücken ist ihnen dankbar und ihre Gelenke lieben sie auch wieder mehr 😉

Übergewicht könnte der Grund sein, dass der Körperschwerpunkt sich verlagert hat, und Ihr Rücken mit mehr Gewicht bei anderen Hebeln umgehen muss. Wenn Sie da nicht flexibel auf diese neue Situation reagieren, könnte allein das Ihnen Rückenschmerzen verursachen.

 

ÜBERLASTUNGSSYNDDROME (RSI)

Überlastungssyndromen (Repetitive Stress Injuries RSI) sollte man unbedingt vorbeugen. Denn mit der Zeit könnten diese sich zu ernsthafteren, schwerer zu behandelnden Problemen entwickeln. Stehen oder sitzen Sie nicht in einer einzigen Position während langer Zeit. Verlagern Sie das Gewicht von einem Bein auf das andere, machen Sie einen kleinen Spaziergang Oder gehen Sie über den Gang in das andere Büro, machen Sie etwas Stretching, wann immer sich eine Gelegenheit dazu bietet.
    
Erwerben Sie sich Motion Mastery, nehmen Sie an einem Workshop teil oder machen Sie einen Termin für eine Therapie ab.

​Zu erlernen, wie man diese Spannung, die man so den Tag über aufbaut, wieder los wird, kann ihnen helfen, Schmerzen zu erleichtern und Bewegungen leichter auszuführen. Das ist eine der besten Arten und Weisen, körperliche Probleme bereits in der Entstehungsphase aufzulösen und ist besonders Menschen, die an Rückenschmerzen leiden, zu empfehlen.

business man running

​RÜCKENSCHMERZEN BEI DER ARBEIT BEWÄLTIGEN

Rückenschmerzen in Basel, Bern oder Zürich sind häufig und sollten Ernst genommen werden, besitzen sie doch das Potential von nachteiligen Konsequenzen für Mitarbeitergesundheit und Produktivität - auch die der Kollegen. 

Es ist keine gute Idee, in der Stille vor sich hin zu leiden, weil es einen davon abhält, die physische und emotionale Erleichterung zu bekommen, die Sie verdienen.


Damit Bewegung wieder Spass macht!
Dann sind Sie bald wieder so effektiv und produktiv, wie Sie es eigentlich von sich auch kennen.


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